Kennt ihr das, dass euch innerhalb von nur einem Sekundenbruchteil das Herz in die Hose rutscht und eure Schweißdrüsen Amok laufen?
Ich beneide alle Mitmenschen, die gelassen bleiben können, wenn Dinge schiefgehen.
Aber von vorn.....
Es ist diese besondere Zeit im Sommer, in der hier der große Wechsel stattfindet. Freunde gehen ... nach Deutschland zurück oder sonst wohin in der Welt. Neue kommen. Und das ist das besonders Schöne hier, dass Neuankömmlinge umgehend aufgenommen und integriert werden.
Und so kommt es dann auch, dass man nach nur einer Tasse Kaffee bereits die Wäsche von gestern noch Fremden wäscht. Nicht aus Fetischismus, sondern weil deren Container und damit auch die Waschmaschine noch auf hoher See weilen.
Und dann befindet sich unter all dem staubigen Safarizeugs ein hübsches Strickjäckchen. Ein gemeinsamer flüchtiger Blick im Vorfeld ins Etikett sagte klar und deutlich 30° Wollwäsche. Ich sage euch, es war die dritte Maschine, die ich mit besagtem Jäckchen bestückte und rasch das besprochene Programm startete. Inclusive edlem UN-Wollwaschmittel.
Die Maschine schnurrte und tat ihr Tagwerk während ich in der Küche werkelte.
Beim Aufhängen kam mir das Jäckchen dann doch etwas klein vor. Und ein Blick aufs Etikett ließ mich in Schockstarre verfallen. Begleitet von einem akuten Schweißausbruch, Herzrasen und weichen Knien. Nein, Ich war nicht schockverliebt. Auf dem Etikett stand "Iris von Arnim - reine Kaschmirwolle, Größe M". Ach du Scheiße. Diese Größe M war höchstens noch Kindergröße 152.
Wer den Neuwert dieser durchaus hübschen Teile kennt, weiß, dass wir uns hier im nahezu vierstelligen Bereich befinden.
Das war das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich heilfroh war, eine gute Haftpflichtversicherung zu besitzen.
Wir hatten die Jackenbesitzerin nebst Familienanhang zum Sundowner und zur abendlichen Lasagne eingeladen. Zwei Stunden lang hab ich an diesem Nachmittag Blut und Wasser geschwitzt und nebenbei die Lasagne überkocht. Ob es an den kenianischen Nudelplatten lag oder an meiner Nervosität, kann ich nicht sagen, vielleicht eine Mischung aus beidem.
Nur, um etwas später zu erfahren, dass es sich um ein Kinderjäckchen handelte. Die von mir geforderte Anprobe gelang problemlos. Alles Herzklopfen umsonst.
Wir hatten trotz der mißlungenen Lasagne einen wunderbaren Abend am Gartentisch mit Lachen, Kerzenschein, reichlich gutem Rotwein und vielen verrückten Geschichten.
Montag, 31. August 2020
Freitag, 14. August 2020
Wie Mut manchmal belohnt wird oder Ich muss doch vollkommen bescheuert sein.....
Durch internationale Pandemieumstände sind wir ja nun gezwungen diesen Sommer am Indischen Ozean zu verbringen. Das ist jetzt an sich keine ganz unglückliche Situation, denn es gibt deutlich ungemütlichere Orte auf dieser Welt.
Allerdings haben der Indische Ozean und ich so unsere Beziehungsprobleme. Diese äußern sich nicht im flacheren Strandbereich, sondern, wenn wir unsere Beziehung vertiefen (im wahrsten Sinne des Wortes). Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Desaster vor Sansibar.
https://abenteuernairobi.blogspot.com/2018/04/ruckblick-auf-sansibar-oder-unser-ganz.html
War ziemlich knapp damals.
Nun habe ich bereits solange ich denken kann eine gestörte Beziehung zu tieferen Gewässern. Sobald ich den Boden unter den Füßen nicht mehr spüre wirds mir komisch. Zu gruselig ist die Vorstellung, wie tief es da unter mir hinuntergeht und vor allem (noch schlimmer) was da so unter mir an Meeresgetier wimmelt. Hier am Strand holen die Fischer bereits ziemlich große Tintenfische aus manchmal nur knietiefem Wasser. Naja, wie auch immer.....
Und gestern hatte ich mal wieder einen meiner berühmten geistigen Aussetzer. Michael und ich hatten uns erkundigt wegen einer kleineren Jetski-Tour für Raphael. Und irgendwie (ich kann mich nicht genau erinnern wie es kam) haben wir dann statt der 20 minütigen Jetskifahrt für Raphael eine große Tour für uns alle vier aufs offene Meer gebucht. Manchmal hat man dann die Chance Define zu treffen.
Wahrscheinlich haben beim Wort Delfin bei mir irgendwelche Sicherungen ausgesetzt, jedenfalls hatte ich zugestimmt.
Nach einer recht unruhigen Nacht fanden wir uns dann heute Morgen am Strand ein, wo bereits drei Jetski auf uns warteten. Einer für Michael und Raphael, einer für mich und Hanni und einer für zwei Begleiter, damit wir auf dem Meer nicht verloren gehen.
Nun lassen sich diese Jetski recht einfach bedienen. Zumindest im flachen Wasser. Kommen Wellen dazu wirds spannend. Kennt ihr dieses Gefühl in irgendein bescheuertes Karussell eingestiegen zu sein und es bereits vor dem Losfahren zu bereuen? Ok, so ging es mir. Solange wir noch vor dem Riff unterwegs waren, war alles ok, aber dahinter ist eine andere Welt. Das türkise glasklare Wasser, in dem man metertief bis auf den Grund schauen kann, ist plötzlich schwarz, die Wellen meterhoch, der Wind rau. Und dann schaukelt man da auch auf so einem Jetski von der linken Seite auf die rechte. Das war nichts für meine sansibarmalträtierten Nerven. Der Gedanke und die Angst hier zu kentern ließen zunehmend Panik in mir aufsteigen. Und wir waren ja erst am Anfang der Tour und noch nicht mal richtig weit draußen. Wir hatten fantastische Guides, die meine Not, ohne, dass ich es artikulieren musste erkannten. Naja, ich zitterte ja auch am ganzen Körper wie Espenlaub. Sie schlugen vor, dass ich jetzt den Jetski wechsle und als Beifahrer weiterreise und im Gegenzug einer der beiden mit Johanna weiterfährt. Ja dachte ich, Gott sei Dank! Ich hatte noch nicht einen Schritt weitergedacht. Ich sollte nun also da draußen umsteigen. Fragt mich nicht wie, aber es ging ohne zu kentern und besser als gedacht.
Und dann war alles besser. Wir fuhren raus, weit raus...... das Ufer nur noch ein schmaler Streifen am Horizont. Wellen wie Berge. Mir ging es nicht wirklich gut, aber immerhin war ich panikfrei.
Und dann ganz plötzlich waren sie neben uns, um uns, unter uns. Eine große Herde der größten und schönsten Delfine. Vielleicht 15, vielleicht 20 Tiere. Und sie begleiteten uns. Wir stoppten und ließen uns zwischen den großen Wellen treiben und die Tiere blieben bei uns. So schön und friedlich.....und meine Angst war weg.
Manchmal lohnt es sich, sich seinen Ängsten zu stellen. Heute zumindest auf jeden Fall.
Und wieder ein Punkt auf der Bucket List, der erledigt ist.
Allerdings haben der Indische Ozean und ich so unsere Beziehungsprobleme. Diese äußern sich nicht im flacheren Strandbereich, sondern, wenn wir unsere Beziehung vertiefen (im wahrsten Sinne des Wortes). Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Desaster vor Sansibar.
https://abenteuernairobi.blogspot.com/2018/04/ruckblick-auf-sansibar-oder-unser-ganz.html
War ziemlich knapp damals.
Nun habe ich bereits solange ich denken kann eine gestörte Beziehung zu tieferen Gewässern. Sobald ich den Boden unter den Füßen nicht mehr spüre wirds mir komisch. Zu gruselig ist die Vorstellung, wie tief es da unter mir hinuntergeht und vor allem (noch schlimmer) was da so unter mir an Meeresgetier wimmelt. Hier am Strand holen die Fischer bereits ziemlich große Tintenfische aus manchmal nur knietiefem Wasser. Naja, wie auch immer.....
Und gestern hatte ich mal wieder einen meiner berühmten geistigen Aussetzer. Michael und ich hatten uns erkundigt wegen einer kleineren Jetski-Tour für Raphael. Und irgendwie (ich kann mich nicht genau erinnern wie es kam) haben wir dann statt der 20 minütigen Jetskifahrt für Raphael eine große Tour für uns alle vier aufs offene Meer gebucht. Manchmal hat man dann die Chance Define zu treffen.
Wahrscheinlich haben beim Wort Delfin bei mir irgendwelche Sicherungen ausgesetzt, jedenfalls hatte ich zugestimmt.
Nach einer recht unruhigen Nacht fanden wir uns dann heute Morgen am Strand ein, wo bereits drei Jetski auf uns warteten. Einer für Michael und Raphael, einer für mich und Hanni und einer für zwei Begleiter, damit wir auf dem Meer nicht verloren gehen.
Nun lassen sich diese Jetski recht einfach bedienen. Zumindest im flachen Wasser. Kommen Wellen dazu wirds spannend. Kennt ihr dieses Gefühl in irgendein bescheuertes Karussell eingestiegen zu sein und es bereits vor dem Losfahren zu bereuen? Ok, so ging es mir. Solange wir noch vor dem Riff unterwegs waren, war alles ok, aber dahinter ist eine andere Welt. Das türkise glasklare Wasser, in dem man metertief bis auf den Grund schauen kann, ist plötzlich schwarz, die Wellen meterhoch, der Wind rau. Und dann schaukelt man da auch auf so einem Jetski von der linken Seite auf die rechte. Das war nichts für meine sansibarmalträtierten Nerven. Der Gedanke und die Angst hier zu kentern ließen zunehmend Panik in mir aufsteigen. Und wir waren ja erst am Anfang der Tour und noch nicht mal richtig weit draußen. Wir hatten fantastische Guides, die meine Not, ohne, dass ich es artikulieren musste erkannten. Naja, ich zitterte ja auch am ganzen Körper wie Espenlaub. Sie schlugen vor, dass ich jetzt den Jetski wechsle und als Beifahrer weiterreise und im Gegenzug einer der beiden mit Johanna weiterfährt. Ja dachte ich, Gott sei Dank! Ich hatte noch nicht einen Schritt weitergedacht. Ich sollte nun also da draußen umsteigen. Fragt mich nicht wie, aber es ging ohne zu kentern und besser als gedacht.
Und dann ganz plötzlich waren sie neben uns, um uns, unter uns. Eine große Herde der größten und schönsten Delfine. Vielleicht 15, vielleicht 20 Tiere. Und sie begleiteten uns. Wir stoppten und ließen uns zwischen den großen Wellen treiben und die Tiere blieben bei uns. So schön und friedlich.....und meine Angst war weg.
Und wieder ein Punkt auf der Bucket List, der erledigt ist.
Samstag, 1. August 2020
Nightmare in Diani
Es waren wunderbare Tage in Diani. Ein großartiges Haus (mit einigen Mängeln), vier fantastisch harmonierende Teenager, Sonnenschein, Palmen, Meer und Hängeschaukeln.
Klingt traumhaft. Trotzdem passierten auch in diesem Urlaub Dinge, die so nicht geplant waren.
Alles fing mit der gelben Wolle an. Und genau diese hatte ich zuhause vergessen. Blöderweise merkt man sowas ja immer erst beim Auspacken. Und so hing der Häkelhimmel erstmal ein wenig schief. Was macht man denn, wenn man für das Innere der geplanten 250 Gänseblümchenquadrate gelbe Wolle braucht? Kann ich euch sagen...einen Wollkurier finden. Gesagt getan, Kandidaten 1 bis 4 waren bereits an der Küste oder zumindest unterwegs auf dem Weg dorthin. Kandidatin 5 wurde dann mein Herzblatt und Wolltransporteur. Danke Antje!
Meine Morgen- und Abendbeschäftigung war also gerettet. Während Cordula stundenlang erzählen konnte, hörte ich zu und arbeitete weiter an Hannis Gänseblümchendecke.
Klingt alles traumhaft und harmonisch, wäre da nicht der zum Haus gehörende mißmutige Housekeeper gewesen. Man man man, es gibt ja in jedem Märchen irgendeinen Bösewicht. Housekeeper Jonathan war unserer. Schlechte Laune, böser Blick, Unhöflichkeit. Es war schon erstaunlich, was uns da für unseren beträchtlichen Reisepreis geboten wurde. Wäre der Kerl nicht im Besitz sämtlicher Schlüssel fürs Haus gewesen, wir hätten ihn gebeten fernzubleiben. Ging aber nicht. Immerhin konnten wir seine Anwesenheitsnotwendigkeit auf ein Minimum reduzieren.
Dafür heiterte uns Ali der Gärtner jeden Tag auf. Ein Sonnenschein in Person.
Gewagt haben wir uns in die Höhle des Ali Babour (angelehnt an den Ali Baba aus Tausendundeine Nacht). Nicht, um den Schatz zu stehlen, sondern um gut zu essen. Abgeholt wurden wir vom dazugehörenden Limousinenservice. Auch mal nett!
Die Höhle war spektakulär schön, besonders nach Sonnenuntergang, wenn alles golden schimmert. Das Essen war wunderbar. Getroffen haben wir die 40 Räuber nicht, lediglich ein paar davon, welche sich als Kellner verkleidet hatten.
Johanna hat ihr Lieblingsrestaurant gefunden....und das will was heißen!
Mulmig war uns dann in der letzten Nacht, nachdem wir Housekeeper Jonathan unüblich am späten Abend durch den Garten laufen sahen. Es war klar, er wollte auf dem Grundstück übernachten. Wir haben nach zwei Gläsern Rotwein (auf den Schreck) das Haus verrammelt wie nie zuvor.
Schlafen konnten wir zwei Mütter kaum. Zu viele Schritte ums Haus, Klappern an den Ketten und Vorhängeschlössern und hörbare Geräusche an der (zum Glück gut verschlossenen) Hintertür.
Mit reichlich Herzklopfen, wahrscheinlich einer großen Portion Paranoia und der Telefonnummer der Polizei im Anschlag haben wir irgendwie diese Nacht irgendwie überstanden.
Und eigentlich wäre es mir am Morgen besser gegangen, wenn da nicht der Rückflug angestanden hätte. Nicht, dass ich nicht nach Hause wollte. Das Problem sind eher diese Spielzeugflugzeuge.
Bereits nach dem Frühstück war mir schlecht. Das Imodium vom Hinflug war ja aufgebraucht, was also tun? Ich hab dann in meiner Handtasche eine Kopfschmerz- und eine Reisetablette gefunden. Auch Ärzte handeln in Paniksituationen irrational..... ich hoffte zumindest auf einen Placeboeffekt.
Geholfen hat es nur bedingt. Habt ihr euch auch schonmal beim Verlassen der Flughafentoilette gewundert, dass da im Mädchenbereich Pissoirs hängen? Ich hab ja schon so manches Mal an Autobahnraststätten die Herrentoilette aufgesucht, weil mir bei den Damen die Schlange zu lang war. Aber aus Versehen? ....naja.
Beim Anblick unserer Maschine verschlimmerte sich mein Zustand akut. Immerhin begrüßte uns wieder der nette indische Pilot, der uns schon hierhergebracht hatte.
Während des Fluges wurden wir durchgeschüttelt, wie ein von James Bond bevorzugter Martini. Wir kippten wir nach links und rechts, hoppelten, fielen ab und es hob uns gelegentlich aus den Sitzen.
Mit uns flog eine Dame, die wir bereits zwei Tage zuvor in der Strandbar eines besseren Hotels gesehen hatten. Dort fiel die "Lady in Pink, Plüsch und Glitzer" gemeinsam mit ihrem ganz in weiß gekleideten Begleiter durch schrilles Verhalten, Gesang am Tisch und aufreizende Tanzeinlagen auf. Außer uns gab es wohlbemerkt keine weiteren Gäste. Der Kellner muss wohl meinen amüsierten Blick gesehen haben. Jedenfalls fühlte er sich bemüßigt mich aufzuklären, dass es sich bei der Dame um eine sehr bekannte kenianische Schauspielerin handeln würde....Aha. Das erklärte einiges, aber nicht alles.
Für den Flug hatte sie nun kleidungsmäßig auf die rosa Federboa verzichtet, trug dafür allerdings Hut und so etwas wie eine rosa Taucherbrille. Auch mal was anderes.....
Alles in allem war es ein wunderbarer Urlaub. Trotz dieser Eigentümlichkeiten. Letztendlich haben wir Housekeeper und Flugabenteuer überlebt und sogar die kenianische High Society nicht lieben, aber zumindest kennengelernt.
Gerne jederzeit wieder. Dann aber bitte mit Auto oder Zug und einem anderen Housekeeper.
Klingt traumhaft. Trotzdem passierten auch in diesem Urlaub Dinge, die so nicht geplant waren.
Alles fing mit der gelben Wolle an. Und genau diese hatte ich zuhause vergessen. Blöderweise merkt man sowas ja immer erst beim Auspacken. Und so hing der Häkelhimmel erstmal ein wenig schief. Was macht man denn, wenn man für das Innere der geplanten 250 Gänseblümchenquadrate gelbe Wolle braucht? Kann ich euch sagen...einen Wollkurier finden. Gesagt getan, Kandidaten 1 bis 4 waren bereits an der Küste oder zumindest unterwegs auf dem Weg dorthin. Kandidatin 5 wurde dann mein Herzblatt und Wolltransporteur. Danke Antje!
Meine Morgen- und Abendbeschäftigung war also gerettet. Während Cordula stundenlang erzählen konnte, hörte ich zu und arbeitete weiter an Hannis Gänseblümchendecke.
Klingt alles traumhaft und harmonisch, wäre da nicht der zum Haus gehörende mißmutige Housekeeper gewesen. Man man man, es gibt ja in jedem Märchen irgendeinen Bösewicht. Housekeeper Jonathan war unserer. Schlechte Laune, böser Blick, Unhöflichkeit. Es war schon erstaunlich, was uns da für unseren beträchtlichen Reisepreis geboten wurde. Wäre der Kerl nicht im Besitz sämtlicher Schlüssel fürs Haus gewesen, wir hätten ihn gebeten fernzubleiben. Ging aber nicht. Immerhin konnten wir seine Anwesenheitsnotwendigkeit auf ein Minimum reduzieren.
Dafür heiterte uns Ali der Gärtner jeden Tag auf. Ein Sonnenschein in Person.
Gewagt haben wir uns in die Höhle des Ali Babour (angelehnt an den Ali Baba aus Tausendundeine Nacht). Nicht, um den Schatz zu stehlen, sondern um gut zu essen. Abgeholt wurden wir vom dazugehörenden Limousinenservice. Auch mal nett!
Die Höhle war spektakulär schön, besonders nach Sonnenuntergang, wenn alles golden schimmert. Das Essen war wunderbar. Getroffen haben wir die 40 Räuber nicht, lediglich ein paar davon, welche sich als Kellner verkleidet hatten.
Johanna hat ihr Lieblingsrestaurant gefunden....und das will was heißen!
Mulmig war uns dann in der letzten Nacht, nachdem wir Housekeeper Jonathan unüblich am späten Abend durch den Garten laufen sahen. Es war klar, er wollte auf dem Grundstück übernachten. Wir haben nach zwei Gläsern Rotwein (auf den Schreck) das Haus verrammelt wie nie zuvor.
Schlafen konnten wir zwei Mütter kaum. Zu viele Schritte ums Haus, Klappern an den Ketten und Vorhängeschlössern und hörbare Geräusche an der (zum Glück gut verschlossenen) Hintertür.
Mit reichlich Herzklopfen, wahrscheinlich einer großen Portion Paranoia und der Telefonnummer der Polizei im Anschlag haben wir irgendwie diese Nacht irgendwie überstanden.
Und eigentlich wäre es mir am Morgen besser gegangen, wenn da nicht der Rückflug angestanden hätte. Nicht, dass ich nicht nach Hause wollte. Das Problem sind eher diese Spielzeugflugzeuge.
Bereits nach dem Frühstück war mir schlecht. Das Imodium vom Hinflug war ja aufgebraucht, was also tun? Ich hab dann in meiner Handtasche eine Kopfschmerz- und eine Reisetablette gefunden. Auch Ärzte handeln in Paniksituationen irrational..... ich hoffte zumindest auf einen Placeboeffekt.
Geholfen hat es nur bedingt. Habt ihr euch auch schonmal beim Verlassen der Flughafentoilette gewundert, dass da im Mädchenbereich Pissoirs hängen? Ich hab ja schon so manches Mal an Autobahnraststätten die Herrentoilette aufgesucht, weil mir bei den Damen die Schlange zu lang war. Aber aus Versehen? ....naja.
Beim Anblick unserer Maschine verschlimmerte sich mein Zustand akut. Immerhin begrüßte uns wieder der nette indische Pilot, der uns schon hierhergebracht hatte.
Während des Fluges wurden wir durchgeschüttelt, wie ein von James Bond bevorzugter Martini. Wir kippten wir nach links und rechts, hoppelten, fielen ab und es hob uns gelegentlich aus den Sitzen.
Mit uns flog eine Dame, die wir bereits zwei Tage zuvor in der Strandbar eines besseren Hotels gesehen hatten. Dort fiel die "Lady in Pink, Plüsch und Glitzer" gemeinsam mit ihrem ganz in weiß gekleideten Begleiter durch schrilles Verhalten, Gesang am Tisch und aufreizende Tanzeinlagen auf. Außer uns gab es wohlbemerkt keine weiteren Gäste. Der Kellner muss wohl meinen amüsierten Blick gesehen haben. Jedenfalls fühlte er sich bemüßigt mich aufzuklären, dass es sich bei der Dame um eine sehr bekannte kenianische Schauspielerin handeln würde....Aha. Das erklärte einiges, aber nicht alles.
Für den Flug hatte sie nun kleidungsmäßig auf die rosa Federboa verzichtet, trug dafür allerdings Hut und so etwas wie eine rosa Taucherbrille. Auch mal was anderes.....
Alles in allem war es ein wunderbarer Urlaub. Trotz dieser Eigentümlichkeiten. Letztendlich haben wir Housekeeper und Flugabenteuer überlebt und sogar die kenianische High Society nicht lieben, aber zumindest kennengelernt.
Gerne jederzeit wieder. Dann aber bitte mit Auto oder Zug und einem anderen Housekeeper.
Donnerstag, 16. Juli 2020
Vom Fliegen, Imodium und Andrea Berg
Jetzt sitze ich hier. Zusammen mit Cordula und unseren Kindern. Auf einer Hängeschaukel unter Palmen am Pool. Ein ganzes Haus nur für uns. In der Küche zaubern Maid und Housekeeper gerade das Abendessen. Nur ein paar Meter entfernt rauscht der badewannenwarme Indische Ozean. Klingt erstrebenswert.
Aber, oh man, was für eine Reise hierher.....
Am Flughafen (wenn man ihn ihn denn so nennen darf) war es hinsichtlich der Coronaschutzmaßnahmen vorbildlich organisiert. Sogar die Kinder und ich mussten die vorgeschriebenen 1,5 m Abstand halten.
Nach unzähligen Temperaturmessungen und Händewaschungen, inclusive der nachfolgenden Desinfektionen durften wir dann nach einiger Verspätung zum Boarding. Begleitet wurden wir von einem Äffchen im Katzenkäfig. Warum man Affen per Luftfracht hier an die Küste befördet ist mir schleierhaft. Hier gibt es Millionen davon.... Im Garten und im manchmal auch in der Küche.
Ich bin ja noch nie gerne geflogen. Aber an die großen Transatlantikmaschinen hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Heute aber, da stand da so ein Miniflieger. 20 Passagiere. Links und rechts jeweils nur ein Sitz. Propeller. Immerhin gab es Anschnallgurte und der indische Pilot mit Turban wirkte nett und vertrauenswürdig.
Irgendwann ging es dann los. Und schneller als gewohnt waren wir in der Luft. Hanni hielt meine Hand (oder ich ihre....das war nicht so ganz klar) und dann gings etwas wackelig durch die Wolkendecke. Bis zum Kilimandscharo war alles hübsch. Traumhafte Sicht auf diesen ganz besonderen Berg. Ich hörte in Gedanken meine Mama in der heimischen Küche singen "Hoch auf dem Kilimandscharo, da liegt im Sommer noch Schnee...". Das erinnerte mich an das Andrea Berg Konzert in der Waldbühne, für das ich meiner Mutter vor einigen Jahren Karten geschenkt hatte. In der Waldbühne darf man ja noch Picknick machen und Getränke mit hineinnehmen. Tat meine Mutter auch. Der Rotwein in der 0,5l Wasserflasche drehte allerdings ordentlich in meinem Kopf. Sie hatte ihn heimlich verdünnt, mit Vodka!
Mütter......
Deshalb Mama, dieses Foto ist nur für dich:
Je weiter wir uns der Küste näherten, um so unwohler wurde uns. Cordula wurde übel und bei mir krampften sich die Eingeweide. Nun gibt es ja in solchen Spielzeugfliegern keine Toilette. Allein dieser Gedanke lässt einen in so einer Situation schonmal verzweifeln. Nun habe ich immer ein Medikamenten Notfallpäckchen in der Handtasche. Und da fanden sich noch Reste von Imodium akut. Ich habe aus Angst erst eine genommen und dann im Rahmen einer aufsteigenden Panikattacke noch eine zweite.
Wahrscheinlich kann ich jetzt zwei Wochen lang nicht aufs Klo, aber egal.
Auch beim Aussteigen wurde Temperatur gemessen. Die lag bei mir bei 32,1°. Erstaunlich, ich verstehe jetzt den Spruch, dass bestimmte Situationen einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Immerhin bin ich jetzt in der komfortablen Situation, an einem der schönsten Strände der Welt auftauen zu dürfen.
Darauf einen Gin & Tonic. Cheers
Aber, oh man, was für eine Reise hierher.....
Am Flughafen (wenn man ihn ihn denn so nennen darf) war es hinsichtlich der Coronaschutzmaßnahmen vorbildlich organisiert. Sogar die Kinder und ich mussten die vorgeschriebenen 1,5 m Abstand halten.
Nach unzähligen Temperaturmessungen und Händewaschungen, inclusive der nachfolgenden Desinfektionen durften wir dann nach einiger Verspätung zum Boarding. Begleitet wurden wir von einem Äffchen im Katzenkäfig. Warum man Affen per Luftfracht hier an die Küste befördet ist mir schleierhaft. Hier gibt es Millionen davon.... Im Garten und im manchmal auch in der Küche.
Ich bin ja noch nie gerne geflogen. Aber an die großen Transatlantikmaschinen hab ich mich mittlerweile gewöhnt. Heute aber, da stand da so ein Miniflieger. 20 Passagiere. Links und rechts jeweils nur ein Sitz. Propeller. Immerhin gab es Anschnallgurte und der indische Pilot mit Turban wirkte nett und vertrauenswürdig.
Irgendwann ging es dann los. Und schneller als gewohnt waren wir in der Luft. Hanni hielt meine Hand (oder ich ihre....das war nicht so ganz klar) und dann gings etwas wackelig durch die Wolkendecke. Bis zum Kilimandscharo war alles hübsch. Traumhafte Sicht auf diesen ganz besonderen Berg. Ich hörte in Gedanken meine Mama in der heimischen Küche singen "Hoch auf dem Kilimandscharo, da liegt im Sommer noch Schnee...". Das erinnerte mich an das Andrea Berg Konzert in der Waldbühne, für das ich meiner Mutter vor einigen Jahren Karten geschenkt hatte. In der Waldbühne darf man ja noch Picknick machen und Getränke mit hineinnehmen. Tat meine Mutter auch. Der Rotwein in der 0,5l Wasserflasche drehte allerdings ordentlich in meinem Kopf. Sie hatte ihn heimlich verdünnt, mit Vodka!
Mütter......
Deshalb Mama, dieses Foto ist nur für dich:
Je weiter wir uns der Küste näherten, um so unwohler wurde uns. Cordula wurde übel und bei mir krampften sich die Eingeweide. Nun gibt es ja in solchen Spielzeugfliegern keine Toilette. Allein dieser Gedanke lässt einen in so einer Situation schonmal verzweifeln. Nun habe ich immer ein Medikamenten Notfallpäckchen in der Handtasche. Und da fanden sich noch Reste von Imodium akut. Ich habe aus Angst erst eine genommen und dann im Rahmen einer aufsteigenden Panikattacke noch eine zweite.
Wahrscheinlich kann ich jetzt zwei Wochen lang nicht aufs Klo, aber egal.
Auch beim Aussteigen wurde Temperatur gemessen. Die lag bei mir bei 32,1°. Erstaunlich, ich verstehe jetzt den Spruch, dass bestimmte Situationen einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Immerhin bin ich jetzt in der komfortablen Situation, an einem der schönsten Strände der Welt auftauen zu dürfen.
Darauf einen Gin & Tonic. Cheers
Montag, 6. Juli 2020
Was nützt einem das Paradies, wenn das Herz Sehnsucht nach Hause hat.......
Ich glaub´s nicht. Wir können tatsächlich nicht nach Deutschland kommen. Wochenlang haben wir gehofft, die Sommerferien mit allen Kindern, Eltern, Geschwistern, Freunden verbringen zu können. In unserer kleinen und wundervollsten Familien-Ferienwohnung in Wustrow wollten wir knapp fünf Wochen verbringen. Schnattern, Picknicke am Strand, Sundowner am "kalten Meer", Reiten bei Frauke auf dem Lieblingshof und hunderte wundervolle Dinge mehr.
Die Flugtickets liegen seit Monaten bei mir auf dem Schreibtisch.
Ich fass es nochmal zusammen: Es wird nix draus.
Kenia öffnet den Flughafen für den internationalen Flugverkehr erst Anfang August.
Was für ein Dilemma. Da liegt uns nun eines der faszinierendsten Länder der Welt zu Füßen, die Nationalparks touristenfrei und voll ungezählter Tiere, die Great Migration sozusagen als Privatvorstellung, die Lodges zu bezahlbaren Preisen, die schönsten Strände der Welt quasi für uns allein.
Aber was nützt einem das Paradies, wenn das Herz Sehnsucht nach Hause hat.......
Nach dieser wunderbaren, verrückten Familie.....
Wir werden trotz allem versuchen, aus diesen Wochen etwas Großartiges zu machen. Kenia ohne Touristen, diese Chance bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben....
Wir werden sie nutzen
Die Flugtickets liegen seit Monaten bei mir auf dem Schreibtisch.
Ich fass es nochmal zusammen: Es wird nix draus.
Kenia öffnet den Flughafen für den internationalen Flugverkehr erst Anfang August.
Was für ein Dilemma. Da liegt uns nun eines der faszinierendsten Länder der Welt zu Füßen, die Nationalparks touristenfrei und voll ungezählter Tiere, die Great Migration sozusagen als Privatvorstellung, die Lodges zu bezahlbaren Preisen, die schönsten Strände der Welt quasi für uns allein.
Aber was nützt einem das Paradies, wenn das Herz Sehnsucht nach Hause hat.......
Nach dieser wunderbaren, verrückten Familie.....
Wir werden trotz allem versuchen, aus diesen Wochen etwas Großartiges zu machen. Kenia ohne Touristen, diese Chance bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben....
Wir werden sie nutzen
Dienstag, 28. April 2020
Wenn der Zauberlehrling über Speedbums fliegt
Wer hat eigentlich uns Schulelternsprecher auf die Corona-Krise vorbereitet? Ich sage euch..... Seit 2 Wochen bin ich im Dauereinsatz, versuche jeden zu verstehen, zu helfen und zu vermitteln. Aber was macht man, wenn die eine Hälfte klagt es wären zu viele Emails, die andere aber sagt, es wären zu wenige. Ich habe mir nicht vorstellen können, wie viele unterschiedliche Sichtweisen es zu bestimmten Dingen gibt. Ja, ich würde sehr sehr gern zaubern können, aber ich kann es ehrlich gesagt nicht. Und manchmal, wenn das Telefon überhaupt nicht mehr stillsteht und mich Emails und WhatsApp-Nachrichten so ähnlich wie das Wasser beim Zauberlehrling überschwemmen, dann kann das schon zum Verzweifeln sein.
Vielleicht sollten sich alle Elternvertreter dieser Welt in so einer Art Selbsthilfegruppe zusammentun.
Ich werde mal sowas anregen.
Und gestern, als ich mich gerade wieder an meinen Computer setzen wollte, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten, da stand Boniface unser Gärtner plötzlich im Hauseingang. Er meinte vor dem Tor stände ein Auto mit einem Fahrer und der soll mich JETZT SOFORT abholen.
Hä? Hatte ich irgendwas verpasst?
Eine kurze Nachfrage erklärte einiges. Eine 15-jährige würde in den Presswehen liegen und bräuchte Hilfe. Ein Transport ins Krankenhaus wäre nicht mehr möglich.
Na prima. Und das mitten in unserer so schön ausgeklügelten Corona-Selbstisolation.
Was solls, ich bin da leider in solchen Fällen so gestrickt, dass mir das in gewissen Situationen egal ist.
Und es war auch mal wieder so ein Moment, in dem klar wurde, dass Johanna meine Tochter ist. Sass sie doch bis eben noch etwas unleidlich am Computer im Zoom Unterricht, genügte ein kurzer Ruf meinerseits. Sie half mir in Windeseile eine Tasche mit dem Nötigsten zu packen, was ich zu Hause hatte. 3 Paar sterile Handschuhe, ein paar unsterile, 2 Klemmen aus einer uralten Armeekiste von 1989, eine Blutdruckmanschette, ein Stethoskop und mein Ultraschallgerät. Ich rannte zum Auto und der Fahrer fuhr nicht, sondern flog. Ich weiß jetzt, dass man Speedbums auch als Schanze benutzen kann. Heidewitzka waren wir schnell.
Zum Glück schnell genug.
Es brauchte ein paar sehr klare Ansagen, und das Wegschicken von 6 aufgeregten Frauen (die überall an dem armen Mädchen rumzottelten), ein Bett, ein Handtuch und einige wenige beruhigende Worte.
Faith hat das toll gemacht. Genau gehört und gemacht, was ich ihr gesagt habe. Voller Vertrauen, ganz ruhig. Für eine 15-jährige eine großartige Leistung.
Und dann war Tristan da. Ein wunderhübscher kleiner Junge. Etwas zu leicht, aber fit wie ein Turnschuh.
Und da merkt man wieder einmal was im Leben wirklich wichtig ist.
Vielleicht sollten sich alle Elternvertreter dieser Welt in so einer Art Selbsthilfegruppe zusammentun.
Ich werde mal sowas anregen.
Und gestern, als ich mich gerade wieder an meinen Computer setzen wollte, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten, da stand Boniface unser Gärtner plötzlich im Hauseingang. Er meinte vor dem Tor stände ein Auto mit einem Fahrer und der soll mich JETZT SOFORT abholen.
Hä? Hatte ich irgendwas verpasst?
Eine kurze Nachfrage erklärte einiges. Eine 15-jährige würde in den Presswehen liegen und bräuchte Hilfe. Ein Transport ins Krankenhaus wäre nicht mehr möglich.
Na prima. Und das mitten in unserer so schön ausgeklügelten Corona-Selbstisolation.
Was solls, ich bin da leider in solchen Fällen so gestrickt, dass mir das in gewissen Situationen egal ist.
Und es war auch mal wieder so ein Moment, in dem klar wurde, dass Johanna meine Tochter ist. Sass sie doch bis eben noch etwas unleidlich am Computer im Zoom Unterricht, genügte ein kurzer Ruf meinerseits. Sie half mir in Windeseile eine Tasche mit dem Nötigsten zu packen, was ich zu Hause hatte. 3 Paar sterile Handschuhe, ein paar unsterile, 2 Klemmen aus einer uralten Armeekiste von 1989, eine Blutdruckmanschette, ein Stethoskop und mein Ultraschallgerät. Ich rannte zum Auto und der Fahrer fuhr nicht, sondern flog. Ich weiß jetzt, dass man Speedbums auch als Schanze benutzen kann. Heidewitzka waren wir schnell.
Zum Glück schnell genug.
Es brauchte ein paar sehr klare Ansagen, und das Wegschicken von 6 aufgeregten Frauen (die überall an dem armen Mädchen rumzottelten), ein Bett, ein Handtuch und einige wenige beruhigende Worte.
Faith hat das toll gemacht. Genau gehört und gemacht, was ich ihr gesagt habe. Voller Vertrauen, ganz ruhig. Für eine 15-jährige eine großartige Leistung.
Und dann war Tristan da. Ein wunderhübscher kleiner Junge. Etwas zu leicht, aber fit wie ein Turnschuh.
Und da merkt man wieder einmal was im Leben wirklich wichtig ist.
Dienstag, 14. April 2020
Safari mal anders
Was macht man so, wenn man seit nunmehr einem Monat in den eigenen vier Wänden festhängt?
Wahrscheinlich das, was alle so machen. Lesen, rumgammeln, sich langweilen, telefonieren, das Internet durchlesen (bis zum Ende), Küchenschränke aus- und wieder einräumen, kochen, backen, essen.
Ab und zu ein Spaziergang ist auch noch drin. Allerdings ist das hier nur noch mit Maske erlaubt. Die Maskenpflicht besteht übrigens auch im eigenen Auto.
Ausflüge in den Nationalpark sind theoretisch möglich, allerdings darf laut neuester Verordnung nur noch ein Beifahrer mit im Auto sitzen. Auch eine unauffällige, aber sehr wirksame Methode Familienausflüge zu unterbinden. Naja, die Löwen, Elefanten und Zebras halten es auch mal eine Weile ohne uns aus.
Safari geht allerdings überall. Auch im eigenen Garten. Not macht erfinderisch. Los gehts......
Dieses wunderschöne Exemplar rief bei den Kindern und mir Entzücken hervor. Unsere Angestellten haben erstaunlicher Weise eine Mordsangst vor Chamäleons. Selbst der Gärtner weigert sich, die kleinen Krabbler anzufassen. Weiß der Geier warum.....
Nein, das hier ist nicht der Geier, sondern ein Ibis. Die Federn schillern wunderbar schwarz-grün, wenn sie paarweise durch unseren Garten stolzieren. Allerdings haben sie eine furchtbare Stimme, in etwa wie deutsche Saatkrähen. Nur lauter....
Ein wenig aufpassen müssen wir derzeit mit unseren Affen, die lieben nämlich Bananen. Vorrangig die aus unserer Küche.
Dieses Exemplar hatte nun wiederum mich in akuten Schrecken versetzt. Auf dem Weg hinter dem Haus lag sie da so rum in der Sonne. Meine Furcht vor Schlangen lies mich spitz kreischen und panisch nach dem Liebsten rufen, der mich grinsend beruhigte. Es würde sich bei diesem Exemplar um eine herausgefallene Haarsträhne unserer Haushaltshilfe handeln.
Raphael hat abends immer noch gekichert.....
Gottesanbeterinnnen gibt es ohne Ende, von klein bis groß. Vor denen hatte unser Gärtner erstaunlicher Weise bisher keine Angst. Ich habe ihm dann erzählt, dass die Weibchen ihre Männchen fressen. Nun mag er sie auch nicht mehr.
Ach ja, und haben wir noch die afrikanische Ausgabe von Herrn Sumsemann aus Peterchens Mondfahrt getroffen.
Dem Ärmsten fehlt, genauso wie dem Maikäferchen, ein Beinchen. Wir haben uns über seinen abendlichen Besuch gefreut und wünschten ihm eine gute Weiterreise.
Im Haus haben wir weitere unzählige Mitbewohner, an die wir uns bereits gewöhnt haben. Angefangen von den winzig kleinen und zu hunderten auftretenden Zuckerameisen, über die riesigen Soldaten der Safariants mit ihren kräftigen Kneifern, ungezählte Lizzards (Geckos), die in den Abend- und Nachtstunden über die Wände huschen bis hin zu neuerdings unerwünschten Kleidermotten. Und die sind wirklich lästig.
Raphael findet zur Zeit sehr viel Inspiration im Internet und überraschte uns im Gästebad folgendermaßen:
Prima. Ich hoffe, ich muss das jetzt nicht so lassen.
Und das hier ist unsere neueste Mitbewohnerin. Eine kleine Sie.
Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!
Wahrscheinlich das, was alle so machen. Lesen, rumgammeln, sich langweilen, telefonieren, das Internet durchlesen (bis zum Ende), Küchenschränke aus- und wieder einräumen, kochen, backen, essen.
Ab und zu ein Spaziergang ist auch noch drin. Allerdings ist das hier nur noch mit Maske erlaubt. Die Maskenpflicht besteht übrigens auch im eigenen Auto.
Ausflüge in den Nationalpark sind theoretisch möglich, allerdings darf laut neuester Verordnung nur noch ein Beifahrer mit im Auto sitzen. Auch eine unauffällige, aber sehr wirksame Methode Familienausflüge zu unterbinden. Naja, die Löwen, Elefanten und Zebras halten es auch mal eine Weile ohne uns aus.
Safari geht allerdings überall. Auch im eigenen Garten. Not macht erfinderisch. Los gehts......
Dieses wunderschöne Exemplar rief bei den Kindern und mir Entzücken hervor. Unsere Angestellten haben erstaunlicher Weise eine Mordsangst vor Chamäleons. Selbst der Gärtner weigert sich, die kleinen Krabbler anzufassen. Weiß der Geier warum.....
Nein, das hier ist nicht der Geier, sondern ein Ibis. Die Federn schillern wunderbar schwarz-grün, wenn sie paarweise durch unseren Garten stolzieren. Allerdings haben sie eine furchtbare Stimme, in etwa wie deutsche Saatkrähen. Nur lauter....
Raphael hat abends immer noch gekichert.....
Gottesanbeterinnnen gibt es ohne Ende, von klein bis groß. Vor denen hatte unser Gärtner erstaunlicher Weise bisher keine Angst. Ich habe ihm dann erzählt, dass die Weibchen ihre Männchen fressen. Nun mag er sie auch nicht mehr.
Ach ja, und haben wir noch die afrikanische Ausgabe von Herrn Sumsemann aus Peterchens Mondfahrt getroffen.
Im Haus haben wir weitere unzählige Mitbewohner, an die wir uns bereits gewöhnt haben. Angefangen von den winzig kleinen und zu hunderten auftretenden Zuckerameisen, über die riesigen Soldaten der Safariants mit ihren kräftigen Kneifern, ungezählte Lizzards (Geckos), die in den Abend- und Nachtstunden über die Wände huschen bis hin zu neuerdings unerwünschten Kleidermotten. Und die sind wirklich lästig.
Raphael findet zur Zeit sehr viel Inspiration im Internet und überraschte uns im Gästebad folgendermaßen:
Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!
Abonnieren
Kommentare (Atom)


















